Gute Nachbarschaftshilfe

Die Lenzkircher Firma Mesa bringt historische Feldbergmotive ins Skimuseum Hinterzarten
Badische Zeitung vom 16.12.2006

Hinterzarten. Vorweihnachtliche Freude herrschte in der Georg-Thoma-Stube des Schwarzwälder Skimuseums. Im dritten Jahr in Folge unterstützt die Firma Mesa Parts GmbH aus Lenzkirch den Erweiterungsbau der Galerie in dem mehr als 300 Jahre alten Hugenhof mit einer Postkartenaktion.

Begonnen hat die Zusammenarbeit mit der Reproduktion historischer Winterfotos. Im Vorjahr standen Motive des Freiburger Künstlers Franz Eberlin (1896-1930) im Mittelpunkt. In diesem Jahr werden unter dem Titel "Mythos Feldberg" zehn Ansichtskarten vom höchsten Schwarzwaldgipfel gezeigt.
Einige Motive stammen aus dem Fundus von Ursula und Alfred Speth aus Freiburg. Andere zeigen das Schwarz-Weiß-Foto "Skitreiben am Feldberger Hof" von Sepp Allgeier aus der Zeit um 1948/50. Das Mäppchen beinhaltet
die Ölstudie "Schneewächte am Feldberg" von Hermann Dischler aus dem Jahr 1905, die Fotografie " Blick auf den Feldberg" von Carl Reinold, aufgenommen etwa 1935, ein Skifest auf dem Feldberg um 1900 aus dem Archiv von John B. Allen, New England Ski Museum, Franconia/USA, eine Fotografie aus dem Jahr 1940 von Christl Cranz, Goldmedaillengewinnerin 1936 bei der Olympiade in Garmisch-Partenkirchen, die "Seebuckwächte im Frühjahr" um 1920 aus dem Kreisarchiv des Landratsamts, eine Fotografie aus den 30er-Jahren zeigt Rentiere auf dem Feldberg aus dem Jahr 1900, Karl Hauptmann ist vor seinem "Mölerhüsli" auf dem Herzogenhorn zu bewundern und das historische "'Hotel Feldberg" um 1900 zu sehen.
Der Entwurf stammt von Henning Dencks, Diplom-Kommunikations-designer der Firma Desigen-Concepts(Furtwangen). Von den 1600 Postkartenmäppchen verschickt Mesa die Hälfte an Kunden auf allen Kontinenten, die andere Hälfte wird im Skimuseum zum Kauf angeboten.
Arnold Pfaff, Leiter für Marketing und Vertrieb sowie Martin Klimpel, Leiter der Personalentwicklung, betonten den Nutzen eines solchen Weihnachtsgrußes: "Er kommt bei unserer internationalen Kundschaft bestens an." Als regionales Unternehmen mit weltweiten Geschäftsbeziehungen fühle sich Mesa dem  Hochschwarzwald verpflichtet:
"Mit den Ansichtskarten verbindet sich für uns auch ein Stück Identität. Sie entsprechen unserer Firmenphilosophie, sind inzwischen ein Markenzeichen unseres Unternehmens und stehen für Stabilität und Kontinuität." Das 1896 gegründete Unternehmen bietet am Stammsitz in Lenzkirch 450 Arbeits-plätze und weitere 200 im tschechischen Zweigwerk.
Bürgermeister Hansjörg Eckert, Vorsitzender des Förderkreises Skimuseum und Skilegende Georg Thoma als Ideengeber der Galerie dankten für die Partnerschaft:" Die Erweiterung kann nur gelingen, wenn viele zusammen helfen." Museumsleiterin Brigitte von Savigny hatte bereits vor einem Jahr die Idee zu einer Schau unter dem Titel "Mythos Feldberg . Vom 2. Februar bis 11.März gibt es eine gleichnamige Ausstellung mit Werken zeitgenössischer Künstler, die bereits einmal im Hugenhof präsent waren. Zu ihnen zählen Erica Bannwart, Roland Bischoff, Eberhard Brügel, Peter Dreher, Florian Haas, Friedemanna Hahn, Hans Hahn, Annette Merkenthaler, Wilhelm Morat, Wolfram Scheffel, Michael Tröscher und Martin Wehmer.