...und Papa musste einiges erklären

Mesa Parts gewährt bein Familientag einen realistischen Einblick in einen ganz normalen Produktionstag / Rund 700 Besucher
Badische Zeitung vom 15.04.2008

LENZKIRCH. Was machen eigentlich Mama und Papa den ganzen Tag bei  Firma Mesa Parts? Diese Frage versuchte die Lenzkircher Firma  am Samstag  mit einem Familientag zu beantworten. Der Andrang war groß. Etwa  700 Besucher nahmen die Einladung an und blickten   von 10 bis 14 Uhr hinter die Kulissen des weltweit tätigen Herstellers für Feindrehteile.    Mit so viel Resonanz hat Personalreferentin Heike Feuerlohn gar nicht gerechnet.
Kaum hatte die Firma am Vormittag ihre Türen geöffnet, strömten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit ihren Familien in Scharen in das Werk. Auf dem großen Firmengelände gab es freilich genügend Platz, außerdem ein vielfältiges Angebot. Damit der große Tag für alle ein Erfolg wurde, hatten sich die Organisatoren intensiv vorbereitet. Die Begeisterung für den ersten Familientag hatte dafür gesorgt, dass alle mit Eifer bei der Sache waren. Unverzichtbar war  die Visitenkarte der Firma: Während der Feier hatten die Angehörigen Gelegenheit die Büros der Mitarbeiter zu besichtigen und Einblicke in das Tätigkeitsfeld von Mesa Parts zu erhalten. Insgesamt 15 Stationen, an denen das Werk erlebbar wurde, zeigten sowohl den Produktionsprozess, als auch Zukunftsthemen, mit denen sich das innovative Familienunternehmen beschäftigt.

Besucher erleben eine realistische Arbeitsatmosphäre

Die Organisatoren hatten sich auch etwas Besonderes einfallen lassen: Bei laufenden Maschinen konnten die Besucher sehen, wie Metallteile für die Automobilindustrie gedreht werden. "Die Besucher sollen sich nicht wie im Museum fühlen, sondern eine realistische Arbeitsatmosphäre erleben", erklärte Heike Feuerlohn. In den Hallen ratterten, knatterten und fauchten die vollautomatischen Hightech-Maschinen, bevor sie ihre teils filigranen  Endprodukte ausspuckten. Wofür diese verwendet werden, wäre manchem Laien sicherlich schleierhaft geblieben, hätte nicht ein Blick unter die Motorhaupe zweier Fahrzeuge, die zu Demonstrationszwecken auf dem Gelände standen, Aufschluss darüber gegeben.
 Auch die Mesa-Mitarbeiter beantworteten bereitwillig alle Fragen, ihr Engagement war überall spürbar. Besonders interessant für alle Eltern und deren Sprösslinge war die Lehrwerkstatt für die verschiedensten Ausbildungsberufe im technischen Bereich.
 Zurzeit sind 38 Azubis im Betrieb, die Nachfrage nach Fachkräften ist groß. So sollten auch die Jüngsten schon für das Unternehmen begeistert werden. "Viele Jugendliche können sich unter der Arbeit hier nichts Konkretes vorstellen", sagt Ausbilder Andreas Stoll. "Die meisten wollen in den kaufmännischen Bereich. Aber wir brauchen die Fachkräfte auch in der Fertigung. Daher ist es wichtig, die jüngste Generation für die Technik zu gewinnen."  Die Kleinen fanden die großen Maschinen spannend, durften sogar selbst Hand anlegen und sich einen kleinen Kreisel selbst drehen und stanzen.
Über einzelne Berufsbilder informierten kurze Filme. Weitere Filme liefen im Empfangsbereich, dort hielt auch Ausbilder Jan Sellschopp einen Kurzvortrag zum Thema "Ausbildung bei Mesa", während KVP-Leiter Gerhard Guth über gezielte und kontinuierliche Verbesserungprozesse (KVP) im Unternehmen referierte.
Wer wollte konnte den Zubringerbus  in die Freiburger Straße nutzen, wo vor 112 Jahren der Grundstein für die erfolgreiche Firmengeschichte gelegt wurde. Bereits im Jahre 1886 begann in Saig, in einer kleinen Werkstatt, die Produktion einfacher Teile. Die Besucher waren tief beeindruckt, wie sich der ehemals mechanische Fertigungsbetrieb zu einem elektronisch orientierten Hightech-Unternehmen mit modernen und hellen Produktionsräumen entwickelt hat. Doch nicht nur die Arbeit stand an diesem Familientag im Vordergrund, sondern auch das gesellige Beisammensein, wobei für das leibliche Wohl natürlich gesorgt war. Die kleinen Gäste standen beim Kinder- schminken Schlange und wollten von den Mitarbeiterinnen in wilde Tiger oder Schmusekätzchen verwandelt werden.
Gegen 14 Uhr ging der erste Familientag bei Mesa Parts zu Ende.  Um so erfreulicher waren daher für die Geschäftsleitung und die Organisatoren die große Teilnehmerzahl und die vielen positiven Rückmeldungen während des Festes und danach. Harald Glatz ist Segmentleiter im Betrieb: "Der Familientag war großartig. Es herrschte eine gute Atmosphäre und meine Frau und meine Kinder konnten nun endlich mal sehen, wo ich arbeite."