Die Fachkräfte von morgen rücken bei Mesa Parts ein

14 junge Frauen und Männer beginnen ihren Berufsweg beim Lenzkircher Hersteller von Feindrehteilen
Badische Zeitung vom 03.09.2008

Der 1. September ist bei vielen Firmen ein besonderer Tag. Auch bei Mesa Parts in Lenzkirch, wo zum Monatsbeginn 14 neue Auszubildende ihren Berufsweg im Unternehmen beginnen. Mit einer innovativen Ausbildungsstrategie verfolgt Mesa Parts das Ziel, den Eigenbedarf an Fachkräften über interne Aus- und Weiterbildungen zu decken.

"Mesa Parts ist ein großer Name für Feindrehteile am Rand des technisch Möglichen" , erklärt Martin Klimpel, Personalleiter beim Lenzkircher Präzisionsmechaniker. Es sei von höchster Wichtigkeit, gut ausgebildete Facharbeiter in der Produktion zu wissen. Deshalb hat Mesa Parts in diesem Jahr seinen Azubi- und Umschülerstamm um 14 auf 39 Auszubildende und sechs Umschüler verstärkt. Dies macht mittlerweile ganze zehn Prozent der Gesamtbelegschaft aus.

Der erste Ausbildungstag wurde bei Mesa Parts wie jedes Jahr von den fortgeschritteneren Auszubildenden für die Neuankömmlinge gestaltet. Morgens, nach einer Begrüßung, lernten die Berufsanfänger zunächst das Unternehmen bei einer Firmenpräsentation und einem Rundgang kennen. Gegen Mittag ging es auf eine kurze Wanderung zur Julius-Schmidt-Hütte. Unterwegs kamen die neuen Auszubildenden an Stationen vorbei, an denen sie verschiedene Aufgaben und Teamspiele erwarteten. An der Hütte ließen die jungen Mesa-Mitarbeiter den ersten Ausbildungstag mit einem Grillfest und gegenseitigem Kennenlernen in gemütlicher Atmosphäre ausklingen.

Bei steigender Verantwortung als Zulieferer ist der Unternehmensleitung wichtig, die Arbeitskräfte möglichst gut auszubilden, um ein bestmögliches Produktionsergebnis zu erreichen. Für das Unternehmen heißt das, schon während der Ausbildung die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit der Berufsanfänger zu fördern. Wichtig sei es, die Auszubildenden in Zeitmanagement zu schulen und ihnen ein Gefühl von Verantwortung für die Produktqualität zu vermitteln, erklärt Personalleiter Martin Klimpel. Indem Mesa-Parts die jungen Männer und Frauen speziell für die Zwecke der Firma ausbildet, möchte man die jungen Menschen frühzeitig an das Unternehmen binden. Für die Azubis bedeutet das, neben der fundierten Berufsausbildung, eine weitgehende Übernahmegarantie nach Abschluss der Ausbildung.

Die 14 Neulinge bei Mesa Parts erlernen die unterschiedlichsten überwiegend praktischen Berufe. Es gibt acht neue Zerspanungsmechaniker, einen Industriemechaniker, einen Elektroniker Betriebstechnik, einen technischen Zeichner, einen Fachinformatiker, eine Industriekauffrau und eine Maschinenbau-Ingenieurin, die bei Mesa Parts im Rahmen eines BA-Studiums ausgebildet wird. Ausbildungsleiter Andreas Stoll bedauert, dass sich nicht mehr weibliche Bewerberinnen für die technischen Berufe interessieren. "Die Chancen für Frauen und Männer sind absolut gleich" , versichert er.

Stoll erzählt, der Bedarf an Fachkräften lasse sich immer noch kaum decken. Wenn die Verantwortlichen an die Zukunft denken, kommen leichte Bedenken auf. "So langsam kommen die geburtenschwachen Jahrgänge" , sagt Personalleiter Klimpel. "Da müssen wir schauen, ob wir genug qualifizierte Auszubildende finden können."

Stoll steht in regelmäßigem Kontakt mit verschiedenen Schulen und ist mit Mesa Parts auch am 18. Oktober auf der Job-Start-Börse an der Hans-Thoma-Schule in Titisee-Neustadt anzutreffen. Interessierten Schülern, die im nächsten Jahr eine Ausbildung beginnen möchten, rät Personalchef Klimpel, sich jetzt zu bewerben. "Die Auswahl für 2009 ist bereits in vollem Gange und im Frühjahr ist es zu spät. Bei uns, aber auch bei anderen Firmen"