Unter 25 Millionen Teilen kein einziges schlechtes

Badische Zeitung vom 15.10.2009

Eine Million Teile fertigt Mesa Parts am Tag. 40 Prozent der gefertigten Teile liefert das 1896 gegründete und in vierter Generation geführte Familienunternehmen in den Export. Es ist aber ein unechter Export, denn die Produkte werden für deutsche Kunden an ihre Fertigungsstätten im Ausland geliefert, informierte Geschäftsführer Julian Meyer Wirtschaftsminister Pfister bei seinem Besuch. Mesa Parts hat 430 Mitarbeiter und 10 000 Quadratmeter Produktionsfläche in Lenzkirch. Im Tochterunternehmen in Tschechien arbeiten 208 Mitarbeiter. Dabei ist nicht ein einziger Arbeitsplatz in Lenzkirch abgebaut und in Tschechien aufgebaut worden, unterstrich Meyer. Von Conti Automotive Systems ist Mesa Parts als Zulieferer des Jahres ausgezeichnet worden. Beim Rundgang erklärte Geschäftsführer Manfred Waibel den Gemeinderäten, welche Leistung sich dahinter verbirgt: Unter 25 Millionen gelieferten Teilen, befand sich nicht ein einziges schadhaftes Teil. Das Qualitätsbewusstsein wird bei allen Mitarbeitern entsprechend geschult. "Null-Fehler-Niveau" heißt die Motivation an allen Fertigungsinseln.

Mit gemischten Gefühlen verfolgt Julian Meyer die aktuelle Diskussion um Elektroautos. Diese berge die Gefahr, dass so mancher den geplanten Autokauf verschiebe. Er selbst gehe davon aus, dass Turbolader und Regelsysteme auf höchstem Niveau die Zukunft im Automobilbau sind. Und wo geregelt wird, sind kleine Drehteile von Mesa Parts gefragt.

Minister Pfister meinte abschließend: "Forschung, Entwicklung und Ausbildung seien die Startlöcher, die zu buddeln sind." Er sehe Mesa Parts habe genau diesen Weg eingeschlagen und befinde sich auf der richtigen Spur.