Umsatzrekord: Mesa Parts legt in allen Bereichen zu

Das Unternehmen Mesa Parts hat im Geschäftsjahr 2011 mit 82,7 Millionen Euro einen Umsatzrekord eingefahren. Die Zahl liegt um 13,7 Prozent über der im Vorjahr erzielten Summe.
Badische Zeitung vom 27. April 2012

Im laufenden Geschäftsjahr ist ein moderates Wachstum auf 83,8 Millionen Euro eingeplant. Am Stammwerk in Lenzkirch sind 500 Mitarbeiter beschäftigt und im Zweigwerk im tschechischen Nachod weitere 300. Das zurückliegende Geschäftsjahr 2011 war geprägt von großem Auftragsvolumen der bestehenden Großkunden wie Bosch und Continental sowie vom Neukunden Hitachi, einem japanischen Großkonzern, für den Mesa Parts seit 2010 Teile produziert und mit dem bereits Umsätze im zweistelligen Millionenbereich getätigt werden. Mesa Parts hat beim Umsatzrekord von der positiven Entwicklung in der Automobilindustrie profitiert, führt der Geschäftsführende Gesellschafter Julian Meyer an.

Der sehr hohe Bedarf an Teilen der Autozulieferer im ersten Halbjahr konnte selbst mit einer sieben-Tage-Produktion teils nicht gedeckt werden. Es waren viele Sonderaktionen und Zusatzaufwände erforderlich, um die Lieferung zu gewährleisten. Tägliche Auslieferungen der im Gewerbegebiet Maierhofäcker gedrehten, gespanten oder gehonten Teile ließen aber keine Engpässe aufkommen. Die Mitarbeiter seien sehr flexibel gewesen, haben eine hohe Einsatzbereitschaft und hervorragende Leistungen gezeigt, unterstrich Personalleiter Martin Klimpel. Einen Wermutstropfen hat die Sache aber: Die Materialpreise, sprich der Stahlpreis und die Energiekosten stiegen markant an, was zu erheblichen Mehrkosten führte, die aber nur eingeschränkt an die Kunden weitergegeben werden konnten, merkte Julian Meyer an.

Schon heute an morgen zu denken und dafür zu planen, gehört bei Mesa Parts zum Alltag. So hat das Unternehmen im vergangenen Jahr ein hohes Investitionsvolumen mit 6,5 Millionen Euro in Zukunftsprojekte getätigt. Das Geld floss in den Maschinenpark und in die Kapazitätserweiterung.

Aber nicht nur in Maschinen investierte die Firma, sondern auch in die Mitarbeiter. Während es im Krisenjahr 2009 keine Sonderzahlungen gab, werden die Mitarbeiter in 2010, 2011 und auch in 2012 am guten Ergebnis beteiligt. Und weiter investiert das Unternehmen in seine Fachkräfte. Auf den Fachkräftemangel reagiert Mesa Parts seit Jahren mit internen Qualifizierungsmaßnahmen in allen Bereichen und nun auch mit einer, die die Produktion verstärkt. Sie soll die schnelle Einarbeitung der vielen neuen Mitarbeiter ermöglichen und hilft erfahrenen Mitarbeitern, um sich weiterzuqualifizieren. Seit Jahren arbeitet man hier gut mit der Agentur für Arbeit zusammen und verhilft so Männern und Frauen zu einem zweiten Berufsbild. Wir machen gute Erfahrungen mit der Nach- und Weiterqualifizierung, meint Martin Klimpel. Und in den vergangenen 18 Monaten hat Mesa Parts rund 100 Neueinstellungen getätigt, gibt Julian Meyer bekannt.

Mesa Parts investiert in 2012 sieben Millionen Euro

Beim Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr geht Julian Meyer nach zwei Jahren mit Extremen von einem moderaten Wachstum auf einen Umsatz von 83,8 Millionen Euro aus. Der Markt normalisiert sich. Man erwarte eine gewisse Beruhigung am Markt, wenn auch das erste Quartal auf Vorjahresniveau liege. Das Wachstum erwartet Meyer aus Neuprojekten. Laufende Produkte, insbesondere im Diesel-Bereich liegen in den drei ersten Monaten etwa zehn Prozent hinter den Zahlen aus dem Vorjahr zurück.

Im Geschäftsjahr 2012 sieht Julian Meyer das Lenzkircher Unternehmen Mesa Parts aufgrund von anspruchsvollen Neuanläufen wieder vor spannenden und herausfordernden Aufgaben stehen. Um den Ansprüchen der Kunden weiter gerecht zu werden, sind in den kommenden Monaten wieder Investitionen von rund sieben Millionen Euro geplant.