Platz für den Masterplan

Mesa Parts plant am Standort die Zukunft / Gemeinde erweitert Gewerbegebiet Meierhofäcker
Badische Zeitung vom 23. Februar 2013

Präzision ist das tägliche Geschäft im Unternehmen Mesa Parts. Wo es um Tausendstel von Millimetern geht, ist detaillierte Planung wichtig. Geplant hat das Unternehmen auch sein weiteres Wachstum und seine bauliche Weiterentwicklung und in einen Masterplan gefasst. Dieser sieht mehrere Gebäude am Standort Maierhofäcker vor. Die jetzt für Stellplätze genutzte Fläche an der Berger Straße wird überbaut. Die Stellplätze sollen auf die andere Seite der Berger Straße verlegt werden. Insgesamt wird das Gewerbegebiet Maierhofäcker um 4,3 Hektar nach Westen erweitert. Der Gemeinderat hat die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung des Bebauungsplanes für das Gebiet am Donnerstagabend einstimmig auf den Weg gebracht. Planerin Isabel Koch vom Büro fsp Stadtplanung Freiburg meinte, unproblematisch sei die Erweiterung nicht. Sie sei nicht nur für Mesa Parts angedacht, sondern biete auch Flächen für andere Betriebe, die bereits nachgefragt hätten. Deshalb müsse das Landschaftsschutzgebiet etwas zurückgenommen werden und eine Feldhecke müsse teils weichen. Warum man die Erweiterung nicht größer fasse, wollte Gemeinderat Werner Grüninger wissen, um Vorratsflächen für mehrere Jahrzehnte zu haben. Ohne konkreten Bedarf, sei es schwierig eine so große Erweiterungsfläche genehmigt zu bekommen, meinte Koch. Die Städteplanerin hatte zuvor fünf Flächen (Mühlingen, Stähleberg, Hüttenbühl, Hinterer Sommerberg und Maierhofäcker) untersucht. Hubert Kaiser erkundigte sich nach der Prioritätenliste für die restlichen Flächen und bekam zu hören, dass nur der Stöckleberg in Frage käme. Die anderen Gebete seien topografisch oder aus Naturschutzgründen problematisch zu sehen.

Nach der Änderung des Flächennutzungsplanes stellte der Gemeinderat auch einen Bebauungsplan Mesa Parts für diesen Bereich auf, in dem der Masterplan in den kommenden Jahren und Jahrzehnten umgesetzt werden soll. Dabei kann es dann Gebäudelängen von bis zu 50 Metern geben. Die Gebäudehöhen sind in den einzelnen Bereichen auf 7,50, 13,50 und 15,50 Meter festgesetzt. Dabei sind jedoch drei weitere Meter für technische Aufbauten erlaubt. Die jetzigen Parkplätze für die Mitarbeiter werden auf die andere Seite der Berger Straße verlegt und ebenerdig angelegt. Im Endausbau könnten diese dann mit einem Parkdeck überbaut werden. Die Ausführung als Stahltisch wurde wieder gestrichen, um der Firma freie Hand zu lassen. Es ist nur die Formulierung einer leichten offenen Konstruktion gewählt. Das Ganze soll dann mit Baumpflanzungen und Begrünungen versehen werden. Der Lärm sei dabei gar kein Thema, wie eine Untersuchung ergeben hat, meinte Planerin Koch. Bürgermeister Reinhard Feser meinte, damit sei die Gemeinde dann auf Jahre hinaus mit Gewerbeflächen versorgt und Johannes Metzger fügte an, damit sei auch eine Sicherung des Standorts Lenzkirch von Mesa Parts erreicht. Der Gemeinderat stimmte der Flächennutzungsplanänderung und der Aufstellung des Bebauungsplanes Mesa Parts einstimmig zu.