Mehr Platz für die Wirtschaft

Gemeinderat Lenzkirch bewilligt die Planung für die Vergrößerung des Gewerbegebietes Maierhofäcker.
Badische Zeitung vom 24. Juni 2013

Damit das Unternehmen Mesa Parts im Gewerbegebiet Maierhofäcker sich weiter entwickeln und ausdehnen kann, ändert die Gemeinde den Flächennutzungsplan. Konkret geht es darum, die aktuell als Parkplatz von den Mitarbeitern genutzte Fläche für eine bauliche Erweiterung nutzen zu können und gleichzeitig die jetzigen Parkplätze auf die andere Seite der Berger Straße in unterschiedlichen Parkebenen zu verlagern. Der Gemeinderat hat die eingegangenen Anregungen aus der frühzeitigen Unterrichtung der Behörden beraten und die Planung gebilligt. Dabei ist die Erweiterungsfläche im Vergleich zu den ersten Planüberlegungen etwas reduziert worden und umfasst nun noch eine Fläche von 2,6 Hektar. Die geplante Erweiterung reicht nur noch bis zum vorhandenen Waldrand und nicht mehr bis zur kleinen Straße, die zum Lenzkircher Wasserwerk führt heran, wie Bürgermeister Reinhard Feser eingangs erläuterte. Die 2,6 Hektar sind nicht ausschließlich für die Firma Mesa Parts angedacht, sondern beinhalten auch Reserven für kleinere Handwerksbetriebe, falls die, aus welchen Gründen auch immer, ihren Standort verlegen müssen und ins Gewerbegebiet Maierhofäcker umsiedeln wollen, betonte Feser. Seiner Meinung nach reichten die Flächen jetzt für die nächsten Jahre aus.

Die erneute Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich des Gewerbegebietes Maierhofäcker erläuterte Stefanie Burg, Diplom Ingenieurin für Raum- und Umweltplanung im Büro fsp.Stadtplanung aus Freiburg den Gemeinderäten und ging auch auf die Anregungen und Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange ein.

Nach der Reduzierung der Flächen müsse der Gemeinderat nun neuerlich eine Gebietsabgrenzung für die Offenlage beschließen. In einem ersten Schritt werden dann alle Behörden und Bürger angehört. In einem zweiten Schritt werde die Offenlage beschlossen. Ziel ist es, die bisherigen Parkplätze auf die andere Seite der Berger Straße zu bekommen. Aus Gründen des vorgeschriebenen Waldab-stands, muss das Waldstück zwischen dem landwirtschaftlich genutzten Gelände und der Straße zum Lenzkircher Wasserwerk umgewandelt werden. Dies sollte schnell beantragt werden. In der frühzeitigen Beteiligung wurden bereits folgende Positionen dazu bezogen: Das Baurechtsamt hat bereits auf den erforderlichen Waldabstand hingewiesen und empfohlen den Waldsaum umzubauen.

Außerdem kam aus dieser Behörde die Maßgabe, dass der Bedarf für die Erweiterung des Gewerbegebietes konkret nachgewiesen werden müsse. Der Naturschutz möchte einen Umweltbericht vorliegen haben, in dem die Konflikte Wohnbebauung, Abwasser, Lärm und Luftzirkulation behandelt werden. Das Gebiet habe man mit einem Grüngürtel umgeben, was sicher positive ankommen werde, so Planerin Burg. Das Landwirtschaftsamt meinte dazu nur, dass keine besonders wertvollen Böden in Anspruch genommen werden. Für den Landesnaturschutzverband mussten umfangreiche Artenuntersuchungen vorgenommen werden. Die Vorkommen an Vögeln und Fledermäusen sind untersucht.

Von der Planung der Parkebenen betroffen ist eine Feldhecke, die als Biotop geführt wird und wohl weichen muss. Für sie wird ein Ersatz zu schaffen sein, so Planerin Stefanie Burg. Die in der frühzeitigen Unterrichtung der Behörden eingegangenen Bedenken und Anregungen sowie die Billigung der Planung sowie der Start der Behördenbeteiligung beschloss der Gemeinderat in jüngster Sitzung einstimmig.