Wissen, Können und Wollen

Fachleute geben Realschul-Achtklässlern und Eltern Tipps zur Berufsorientierung / Erfahrungen machen und aus Fehlern lernen.
Badische Zeitung vom 9. August 2013

Eine einzige Entscheidung steht am Anfang von BORS. Und am Ende der Berufsorientierung an der Realschule (BORS) sind unzählige Entscheidungen gefallen. Einer, der sich in Sachen Berufsausbildung und -orientierung auskennt, Martin Klimpel, der Personalleiter von Mesa Parts in Lenzkirch, sprach klare Worte vor den Achtklässlern und deren Eltern. Jede Menge Informationen prasselten auf die Zuhörer, untermalt von einer humorvoll gestalteten Präsentation sowie einer Ausstellung von Werkstücken und den BORS-Infotafeln. Auch waren Vertreter der Partner der Realschule wie Framo Morat, Testo und Mesa Parts gekommen, die an Ständen Rede und Antwort standen. Konrektor Gerhard Fieger führte kurz ein und übergab an Klimpel.

Dieser ging ein auf Anforderungen an Schüler und Auszubildende aus Sicht von Mesa Parts, die Personalauswahl aus Sicht des Unternehmens, wichtige Schritte im Bewerbungsprozess und dass der erste Eindruck im Vorstellungsgespräch zähle. "Wichtig ist für uns, zu wissen, ob der Schüler zum Beruf und zu uns passt", begann er, schließlich soll der "Neue" sein Berufsleben lang bei Mesa bleiben und da müsse die Chemie stimmen. Praktika seien hierzu unerlässlich, um sich kennenzulernen. Und dies fördere auch BORS. Es sei keine Schande zu erkennen, dass der Berufswunsch nichts für einen sei. Es sei sogar gut, denn dann könne man doch den wirklich guten Beruf für sich finden. "Erfahrungen machen, aus Fehlern lernen", sei das Motto.

Klimpel zeigte auf, welche Kompetenzen der Praktikant für einen technischen Beruf mitbringen sollte. Was kann ich, woran habe ich Spaß, seien Schlüsselfragen, die mit den Eltern und Freunden oder Lehrern diskutiert werden können.

Vorbereitung ist mehr als die halbe Miete

Die erste wichtige Arbeitsprobe, in der die fachliche Kompetenz und das Interesse des Bewerbers im Vordergrund stehen, seien die Bewerbungsunterlagen. Hierzu zählen Schulbildung und -zeugnisse, Praktika, besondere Fähigkeiten und Interessen sowie das Erscheinungsbild der Bewerbung. Und im Vorstellungsgespräch gehe es vordinglich um die Person, die Motivation und die "Passung" des Bewerbers (zu Beruf und Unternehmen). Es ist ein persönliches Kennenlernen des Bewerbers im Gespräch. "Wieso bewirbt er sich bei uns? Aus welchen Grund möchte er diesen Beruf erlernen? Wie passt der Bewerber zu dem Beruf und zu Mesa Parts?", darum gehe es. "Wissen, Können und Wollen in der Summe", erklärte der Personalleiter, machten den Unterschied aus. Er forderte die jungen Zuhörer auf: "Hinterlassen Sie einen Eindruck! Vorbereitung ist mehr als die halbe Miete."