Ein wichtiger Wegweiser bei der Berufswahl

Mesa Parts und Sommerberg-Schule sind Bildungspartner.
Badische Zeitung vom 28. Juni 2014

Die Berufswahl ist für junge Menschen eine der wichtigsten und zugleich folgenreichsten Entscheidungen. Der Sommerberg-Werkrealschule ist es deshalb ein zentrales Anliegen, den Jungen und Mädchen Wege aufzuzeigen, wo der berufliche Weg hingehen könnte. Ein wichtiger Wegweiser dabei ist die seit fünf Jahren bestehende Bildungspartnerschaft zwischen der Sommerberg-Schule und dem Präzisionsunternehmen Mesa Parts. Die Siebt- und Achtklässler haben dort Berufsluft schnuppern können und einen Handyhalter entworfen, die die Auszubildenden bei Mesa Parts dann bis zur Fertigungsreife weiterentwickelten. Im Gegenzug haben die Sommerbergschüler jetzt den Auszubildenden eine in ihrer Schülerfirma aus Douglasienholz gefertigte Vesperbank geschenkt.

Die Bildungspartnerschaft ermöglicht es Jungen und Mädchen, erstmals in die Berufswelt hineinzuschnuppern. Im bald zu Ende gehenden Schuljahr weilten die Siebt- und Achtklässler in der Ausbildungswerkstatt und sollten sich ein Fertigungsteil überlegen. Die Wahl fiel auf einen Handyhalter. Die Schüler entwarfen ein Modell aus Holz und die Auszubildenden des ersten Lehrjahres bei Mesa Parts griffen den Gedanken auf und sorgten für eine fertigungsreife Weiterentwicklung. Dies sei für die Azubis eine willkommene Abwechslung, so Andreas Leute, Leiter der Ausbildungswerkstatt. Die Schüler fertigten ihre Handyhalter dann selbst in dieser Woche an einem Tag bei Mesa Parts. Außerdem schloss sich ein Rundgang durch den Betrieb an.

Lehrer Simon Hättich sprach von einer erfolgreichen "Bildungsfreundschaft", die sich zwischen Schule und Unternehmen entwickelt habe. Was geleistet werde, gehe weit über eine Partnerschaft hinaus. Konrektorin Corinne Johner, die erstmals die Jugendlichen zu Mesa Parts begleitete, meinte, die Schule wolle Kompetenzen für das spätere Leben vermitteln. Wie in diesem Zusammenspiel zwischen Schule und Firma die Dinge geplant, reflektiert und verarbeitet werden, sei die optimalste Vorgehensweise. Johner sprach gar von einer win-win Situation.

Die Schüler selbst waren vom Betriebsrundgang angetan, lobten den vernommenen freundlichen Ton und hätten nicht gedacht, dass Mesa Parts so groß ist. Zum selbst erdachten Handyhalter gab es geteilte Meinungen. "Ich brauch den nicht", meinte einer, während ein anderer vom Aussehen des fertigen Produkts überrascht war. Es sehe viel besser aus, als das Schülermodell.

Als Dank für die Kooperation, die Einblicke in die mechanischen Berufe ermöglicht, hatten die Schüler eine Vesperbank mitgebracht, die sie in ihrer Schülerfirma selbst gefertigt hatten, und übergaben sie den Auszubildenden von Mesa Parts.