Mesa Parts: Zukunft klar

Mesa Parts: Zukunft klar

Mit Handschlag besiegeln Geschäftsführer Julian Meyer (rechts) und Gerd Altmutter.

Badische Zeitung vom 10. Dezember 2021

Investoren erwerben Mehrheitsanteile und erhöhen Kapital / Julian Meyer bleibt Geschäftsführer.

Überraschend früh ist der Tag der Entscheidung gekommen: Bei Mesa Parts haben die Gesellschafter mit Geschäftsführer Julian Meyer an der Spitze die Weichen in Richtung Zukunft gestellt. Sie beinhalten eine neue Gesellschafterstruktur und das Ende als Familienunternehmen. Andlinger & Company aus Wien hat die Mehrheitsanteile der Mesa-Parts Gruppe übernommen. Die bisherigen Gesellschafter der Familien Meyer sind weiter mit 20 Prozent am Unternehmen beteiligt. Julian Meyer bleibt Geschäftsführer.

Gerade im zu Ende gehenden 125. Jahr von Mesa Parts kreisten die Gedanken im Unternehmen, wie die Zukunft gelingen könnte angesichts der großen Veränderungen und Herausforderungen in der Branche der Automobilzulieferer. Mit den fest im Unternehmen verankerten Werten Zuverlässigkeit und Präzision, startete Mesa Parts, unterstützt von der Berateragentur Coven, die Suche nach finanzieller Stärke, um unabhängig von Finanzierungen mit Banken zu werden, und wie die Gesellschafter-Struktur nach dem nächsten Generationswechsel aussehen könnte.

Seit einem Vierteljahrhundert ist Julian Meyer im Familienunternehmen, seit 20 Jahren dessen Geschäftsführer, und er „ist absolut überzeugt, dass die neue Gesellschafter-Konstellation eine absolut gute Nachricht ist.“ Andlinger als Partner und neuer Mehrheitseigentümer möchte Mesa Parts in seiner weiteren Entwicklung begleiten und voranbringen. Dazu wird das Unternehmen einen hohen einstelligen Millionenbetrag einbringen. „Dadurch wird die Kapitalbasis gestärkt und es werden die Voraussetzungen geschaffen, bei neuen Projekten schnell zu reagieren und investieren zu können“, sagt Julian Meyer.

Im vergangenen Mai gab es den ersten Kontakt mit Andlinger. Was der Investor seither von Mesa Parts gesehen hat, hat den Investor überzeugt. Mit neuen Projekten und neuen Kunden, können die nächsten 25 Jahre der Unternehmensgeschichte erfolgreich gestaltet werden. Der Einstieg beschlossene Sache.

„Wenn wir nicht gut dastehen würden, wenn es diese Chancen im Markt nicht gäbe, dann wäre Andlinger diesen Schritt nicht gegangen“, sagt Julian Meyer. Im laufenden Geschäftsjahr wird der Umsatz der Mesa Parts Gruppe mehr als 100 Millionen Euro betragen. Am Stammsitz in Lenzkirch können von den etwa 500 Mitarbeitern mehr als 81 Millionen Euro Umsatz erzielt werden. Vor allem mit dem Verlauf der Geschäfte in den ersten sechs Monaten, „es war das beste Halbjahr seit mehr als zehn Jahren“, ist Meyer sehr zufrieden. Das gilt auch für die erzielte Rendite: „Aktuell stehen wir sehr gut da.“

Der neue Mehrheitseigentümer Andlinger ist überzeugt, dass Zuverlässigkeit und Präzision als Stärken von Mesa Parts große Zukunftschancen bieten – in der Automobilindustrie, aber auch in vielen anderen Bereichen. Für die Zukunft sieht Gerd Altmutter vom Investors Andlinger den zweiten Schwerpunkt in den Branchen Anlagenbau und Energieerzeugung für Mesa. Weiter werde auch die Medizintechnik eine Rolle spielen.

Andlinger ist in den 1970er-Jahren gegründet worden und investiert nur eigenes und das aus wenigen Industriefamilien stammende Kapital. Die gekauften Firmen wolle man weiter entwickeln und mit ihnen wachsen. „Andlinger wird dabei nicht in das operative Geschäft eingreifen“, betont Gerd Altmutter. Für die 500 Mitarbeiter in Lenzkirch werde sich nichts ändern. „Der Standort hat eine gute Größe und bleibt das Headquarter“, versichert Gerd Altmutter. Seit einer Woche ist er in Lenzkirch und hat einen „positiven Eindruck vom Management“. Mesa Parts ist ein führender Hersteller von Präzisionsteilen. „Auf dem engen Feld wollen wir ganz an die Spitze, weil wir von der Firma überzeugt sind“, sagt Gerd Altmutter. Die Strategien dafür werden jetzt erarbeitet.

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